Elektronische und mechatronische Assistenz-Systeme für die Medizin der Zukunft
Der Lehrstuhl für Medizinische Informationstechnik beschäftigt sich speziell mit wissenschaftlichen Fragestellungen in den Bereichen "Personal Health Care" und "Automatisierungstechnik in der Medizin".
Der Schwerpunkt Personal Health Care umfasst tragbare, medizinische Geräte, die speziell zum diagnostischen Einsatz im häuslichen Umfeld konzipiert werden. Die aktuellen technologischen Entwicklungen finden in den Bereichen "intelligente Textilien" und "Body Area Networks" (BAN) statt. Dies wird durch Grundlagenforschung in verwandten Gebieten, wie z.B. Signalverarbeitung und Bewegungsartefakt-Unterdrückung, und im Bereich der Sensorfusion ergänzt. Im Hinblick auf die demografische Entwicklung, speziell in den Industriestaaten, konzentriert sich der Lehrstuhl auch auf die Bedürfnisse der älteren Generation, z.B. Technik, die das selbstständige Leben zuhause erleichtert.
Automatisierungstechnik in der Medizin umfasst die Modellbildung und Implementierung von rückgekoppelten Therapieverfahren. Forschungsprojekte befassen sich mit Werkzeugen und Methoden zur Modellierung und Substitution physiologischer Regelkreise, z.B. sensorgestützte künstliche Beatmung, aktive Hirndruckregelung oder Regelung und Optimierung der Dialyse. Ein weiteres Interessengebiet des Lehrstuhls ist die Biomechatronik.
Dort wo es notwendig und sinnvoll erscheint, werden Sensoren und Messelektronik entwickelt, z.B. im Bereich der kontaktlosen Messung physiologischer Größen durch magnetische Bioimpedanzmessung, Bioimpedanzspektroskopie und induktive Plethysmographie.