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Medit und Meditec gewinnen gemeinsam den BMBF-Innovationspreis

Wissenschaftler wollen Krebsvorsorge und Hüftoperationen verbessern

Aachener Forscher gleich mehrfach beim Innovationswettbewerb Medizintechnik erfolgreich

 

In Deutschland erhalten jährlich etwa 150.000 Menschen eine künstliche Hüfte. Nach durchschnittlich 15 Jahren wird ein Austausch des künstlichen Hüftgelenks nötig. Damit die Folgeprothese stabil eingesetzt werden kann, muss der alte Knochenzement möglichst vollständig entfernt werden. Dabei darf der Oberschenkelknochen nicht beschädigt werden. Bisher kann die Dicke des Knochenzementmantels nur vorab mittels 3D-Röntgen ermittelt werden. Das Risiko, den Knochen zu beschädigen ist hoch, da während des Eingriffs eine direkte Sicht auf den Fräser in der Tiefe des Knochenmarkraumes praktisch nicht möglich ist. Ein Team des Helmholtz-Instituts für Biomedizinische Technik der RWTH Aachen um Prof. Dr.-Ing. Klaus Radermacher und Prof. Dr. Steffen Leonhardt arbeitet gemeinsam mit Medizinern aus Bonn und der Aachener SurgiTAIX AG an einer Lösung. Sie wollen einen intelligenten Fräskopf entwickeln, der den schonenden Austausch künstlicher Hüftgelenke unterstützt.

Doch eine gute Idee allein reicht gerade nicht immer aus. Um ein Produkt oder eine Technik schnell in die klinische Anwendung zu bringen, ist die gezielte Förderung von Forschung und Entwicklung hilfreich. Deshalb lobt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in diesem Jahr bereits zum elften Mal den „Innovationswettbewerb Medizintechnik“ aus. Besonders innovative, originelle und wegweisende Forschungs- und Entwicklungsideen der Medizintechnik werden ausgewählt und vom BMBF gefördert. Die Ideen zeichnen sich dadurch aus, dass sie sich für praktische medizinische Anwendungen eignen und zugleich die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft fördern. Ziel dieses renommierten Wettbewerbs ist es, den Weg von der ersten Idee bis zur Markteinführung innovativer Medizintechnik zu beschleunigen. Hierzu fördert das BMBF die diesjährigen elf Gewinnerprojekte mit mehr als 5,1 Millionen Euro. Davon entfallen etwa 645.000 Euro auf die Aachener Ideen.

Ansprechperson Fräskopf:
Prof. Dr.-Ing. Klaus Radermacher
Lehrstuhl für Medizintechnik
Helmholtz-Institut für Biomedizinische Technik der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen
Pauwelsstr. 20
52074 Aachen
Tel.: 0241 80-23870
Fax: 0241 80-22872
Email: radermacher@hia.rwth-aachen.de

Weitere Informationen finden Sie unter: www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/157.php www.innovationsforum-medizintechnik.de